DSD - Drehscheibendecoder


Mit dem DSD lassen sich Modellbahn-Drehscheiben von Märklin H0 und Fleischmann H0/TT/N steuern. Er ist lieferbar für das DCC oder Motorola Datenformat.

Der Decoder ersetzt einen evtl. vorhandenen Märklin-Decoder 7687 .

Die Bedienung ist der des Märklin Decoders nachempfunden, und darüber hinaus um folgende Merkmale erweitert:

  • Langsames anlaufen/abbremsen des Bühnenantriebes
  • Ansteuerung von Gleissperrsignalen auf der Bühne mit vorbildgerechter Lichtüberblendung
  • Schaltausgang für Zusatzfunktion (Beleuchtung)
  • Geräuschloses erkennen der Gleisanschlüsse ( kein Klacken an jedem Gleisstummel)
  • Geschwindigkeitsprogrammierung des Bühnenmotors
  • Freie Adressvergabe für jede Funktion, somit beliebig viele Drehscheiben in einem System einsetzbar.

Diese Funktionsvielfalt ist nur dadurch möglich, das der Decoder direkt unter der Bühne installiert wird, und somit „mitdreht“. Dabei wird sogar noch ein Schleifring weniger verwendet, als in der Originalkonstellation.

Zur Programmierung des Decoders kann das original Bedienkästchen + 1 Taster verwendet werden, oder ein Bedienkästchen mitbestellt werden. Weiterhin wird ein Keyboard für Magnetartikelsteuerung oder eine entsprechende Modellbahn-Steuerungssoftware benötigt. Die Installation des Decoders und der Umbau der Antriebseinheit ist auf der Homepage von Sven Brandt (www.digital-bahn.de) unter der Rubrik DSD (nicht 2010) ausführlich beschrieben.

Einbauanleitungen und Kurzbeschreibungen, sowie Programmieranleitungen gibt es unter Beschreibungen

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Der Ausdruck muss mit einem Laserdrucker erfolgen, am besten auf selbstklebendes Etikettenpapier. Die Tinte eines Ink-Jet-Druckers reflektiert das UV-Licht des Sensors, so das kein Kontrast zwischen weiß und schwarz ist. Ebenso würden Klebstoffe das Papier durchweichen was die Maske auch unbrauchbar macht.

Hinweis: Die Beschreibungen stellen nur Beispiele dar, um den grundsätzlichen Anschluss zu zeigen. Im laufe der Zeit haben die Anwender zig eigene Ideen verwirklicht, die den Rahmen hier sprengen würden. Die Beschreibung des DSD für´s DCC-Format bezieht sich auf eine Fleischmann 2-Leiter Bühne und deren elektrische Verdrahtung, die Beschreibung des DSD für´s MM-Format zeigt den Anschluß einer 3-Leiter Märklin Drehscheibe. Selbstverständlich kann man diese Zuordnung auch austauschen, also eine Fleischmann 2-Leiter Bühne mit einem DSD-M bestücken und umgekehrt. Die DSD Platinen sind immer die gleichen, nur die Firmware ist unterschiedlich.

Hier die Anschlussbelegung mit den originalen Märklin Adapterplatinen (rechts) oder von mir angefertigten Adaptern (links).

Von mir umgebaute Drehbühnen sehen so aus:

Mit Viessmann 4017 Signalen

Mit Viessmann 4018 Signalen

Möglichkeiten der Stellungsrückmeldung ohne zusätzliche Installationen.

Wer die Kontaktlaschen unter den Schienenprofilen nicht entfernt, kann eine davon für die Positionsrückmeldung verwenden. Die nachfolgenden Skizzen sollen eine Mögliche Variante darstellen. Die 3 nicht benötigten Laschen kann man inaktiv gestalten, indem man jeweils ein stück Kabelisolierung (von 1,5mm²) zwischen Lasche und Schienenfuss steckt.

Häufige Fragen zum Drehscheibendecoder:

Es kommt hin und wieder vor das das Gleis der Bühne nicht mit dem Gleisanschluß der Drehscheibe fluchtet.

Grundsätzlich muss der Antrieb nach Installation der Bühne noch justiert werden. Dazu müssen die beiden  (rechts/linkslauf) langsamen Geschwindigkeitsstufen so eingestellt werden, das die Bühne exakt stoppt.
Ist die Geschwindigkeit zu hoch eingestellt, läuft die Bühne durch den Schwungmoment des Motors zu weit.
Bei zu niedriger Geschwindigkeit "verhungert" die Bühne bevor sie am Ziel ist.
Liegt die Bühne auf dem Rücken (also außerhalb der Grube) fehlt dir Bremsreibung und der Antrieb läuft immer zu weit.

Um den Decoder in den "Lernmodus" zu versetzen, sollte am Eingang "Bedienkasten" mindestens ein Taster der nach 16V~ führt angeschlossen sein.
Wird dieser Taster betätigt, und gleichzeitig die Versorgungsspannung zum Decoder (die 16V~ Versorgung) zugeschaltet, läuft die Bühne automatisch los und wartet auf Eingaben für die Geschwindigkeitsjustage.
Anweisungen zur Justage/Programmierung des Decoders finden sie auf meiner Webseite unter "Beschreibungen".

 

Die Bühne läuft los und hält nach kurzer Zeit irgendwo wieder an.

Der optische Sensor kann die Papiermaske nicht richtig abtasten, dann läuft der Decoder an das interne Zeitlimit und er hält an. Dies erkennt man am sofortigen Wechsel der Signalanzeige von rot auf weiß (ohne überblenden).

  • Die Papiermaske ist verschmutzt und muß erneuert werden.
  • Ein Kabel am Sensor wurde beschädigt

Der Ausdruck muss mit einem Laserdrucker erfolgen, am besten auf selbstklebendes Etikettenpapier. Die Tinte eines Ink-Jet-Druckers reflektiert das UV-Licht des Sensors, so das kein Kontrast zwischen weiß und schwarz ist. Ebenso würden Klebstoffe das Papier durchweichen was die Maske auch unbrauchbar macht.

 

Wie kann ich meinen Decoder resetten

Es gibt keinen RESET am Decoder. Um ihn in den Auslieferungszustand zu versetzen, muß man die Programmierrutine einmal ganz durchführen. 

 

Kann ich den Decoder in Kombination mit einem sb-Motor (Glockenanker-/Faulhaber-Motor) betreiben ?

Theoretisch ja, allerdings ist der Decoder dafür nicht ausgelegt. Die Frequenz mit der er das pulsweitenmodulierte Motorsignal ausgibt ist für solche Motore zu gering. Dies führt zu einem rauhen/ruppigen Lauf des Motors. Soll es denn unbedingt so ein Motor sein, kann man durch zusätzliche Drosseln in den Motorzuleitungen (ähnlich wie bei Hochleistungsmotore in Märklin-Loks) für einen etwas glatteren Strom sorgen. Grundsätzlich bieten die originalen Motore die besten Laufeigenschaften der Fleischmann/Märklin Drehscheiben.

 

Ich bekomme bei meiner Fleischmann 2-Leiter Drehbühne eine Dauerbelegtmeldung des Bühnengleises.

Dadurch das der DSD seine Digitalinformationen mittels Optokoppler aus der Gleisspannung bezieht, fließt immer ein geringer Strom. Dieser wird von sehr empfindlichen Gleisbelegtmeldern erkannt, und die Belegtmeldung ausgegeben, auch wenn keine Lok auf der Bühne steht. Durch einen zusätzlichen Widerstand von ca.220Ohm über dem Gleisbelegtmelder (einseitig an der Zuleitung vom Booster, andere Seite am Ausgang zum Bühnengleis) kann man den Belegtmelderkanal unempfindlicher machen.

 

Jetzt muss ich den DSD noch in der CS1 einprogrammieren. In Ihrer Programmieranleitung beschreiben Sie wie die Gleisanschlüsse mit Adresse einzugeben sind, aber dies immer mit Zusatz „Grün“ bzw. „Rot“. In der Centraleinheit habe ich zur Eingabe nur <, >, INPUT, END und CLEAR. Wie bewerkstellige ich dies mit den zwei Stellung „Grün“ bzw. „Rot“?

Sie verwechseln hier einen Märklin-Drehscheibendecoder und meinen DSD.

Mein DSD muß nicht programmiert werden, der ist es schon.

Diese Programmierroutine die in der CS1 hinterlegt ist, hat nichts mit meinem DSD zu tun.

Legen sie sich einfach Schaltfelder in der CS1 an, und vergeben denen die benötigten Adressen, um ihre Gleise anzufahren.

Gleisanschluß 1 hat eben die Adresse 229r , wenn dann ein unbelegter Anschluß kommt, übergehen sie dessen Adresse und machen mit der nächsten realen Gleisadresse weiter. 15° weiter käme die Adresse 230r.

r steht für rot bei Signalen oder rund bei Weichen

g steht für grün oder gerade

Die CS bietet Symbole an, denen man nur eine halbe Adresse vergeben kann, z.B Entkuppler oder Sondersymbole.

Sich genau gegenüberliegende Gleise haben nur eine, gemeinsame, Adresse !

Der DSD macht keinen Unterschied mit welcher Bühnenseite er ein Gleis anfährt, will man unbedingt die andere Seite muß man entweder vorher über den Drehrichtungsbefehl 228r/g die drehrichtung vorwählen, oder aber hinterher einen 180° turn 227 durchführen.